Totenmasken

Totenmasken haben eine uralte Tradition – und es ist keineswegs so, dass man sie nur von Personen des öffentlichen Lebens abnehmen würde.

Das Betrachten einer Maske oder Büste regt zum Nachdenken an, da die Maske auf ihre ganz eigene Weise Trauer und Freude, Hoffnungslosigkeit und Hoffnung, Endlichkeit und Ewigkeit in sich vereint und verschränkt.

Sie bilden den Tod ab, machen ihn buchstäblich fassbar – im Moment des größten Schmerzes angefertigt, bewahren sie jedoch etwas Tröstliches: der Schrecken des Todes wird gelindert durch die entspannten, ge- und erlösten Züge des Gesichts.

 Mehr als nur Abbild, haben sie eine ganz besondere Ausstrahlung; der Kulturphilosoph Th. W. Adorno beschreibt seine Gedanken über den Anblick einer Totenmaske so: Das Letzte, was ein Leben zusammenfasst, seien nur muskuläre Veränderungen, das mag er nicht anerkennen.

„Der Ausdruck von Totenmasken […] macht einem solche naturwissen-schaftlichen Erwägungen schwer. […] Totenmasken scheinen zu lächeln.“

Prozess

Zunächst werden das Gesicht und die Haare des Verstorbenen für den Abguss vorbereitet. Anschließend beginnt man mit dem abformen des Gesichts.
Dies geschieht heute mit einer Mischung von Silikon oder Alginat, die sorgfältig mit dem Pinsel aufgetragen wird und später das Negativ bildet. Nachdem das Silikon fest geworden ist, kann die Form abgenommen werden. Selbstverständlich geschieht all dies so behutsam, dass zu keinem Zeitpunkt das Gesicht des Verstorbenen verletzt werden könnte.

 Die entstandene Rohform wird so dann entweder mit einer speziellen Gipsmasse ausgegossen, die nach dem Aushärten eine porzellanartige Oberfläche hat. 

Aufwändiger, jedoch auch detailgetreuer ist eine in Bronze angefertigte Maske. Hierbei wird das Negativ zunächst mit Wachs ausgegossen. Durch diesen Zwischenschritt entsteht ein plastisches Positiv, welches für den späteren Bronzeguss als so genanntes „verlorenes Modell“ dient.

Schon das Wachsmodell lässt die späteren Details der Bronze erahnen. Nach handwerklichem Guss, sowie einer optischen Nachbearbeitung entsteht eine Bronzeplastik, die in Feinheit und Detailtreue  nicht zu übertreffen ist.  Selbst feinste Hautstrukturen werden erkennbar sein.

Möglichkeiten

Neben der klassischen Totenmaske oder Büste können wir selbstver-ständlich auch Hände oder Füße abformen.

Als besonderen persönlichen Begleiter bieten wir Ihnen außerdem einen Fingerabdruck an, in Form eines Amulettes.