Wann muss eine Urne beigesetzt werden?

Zuletzt aktualisiert am 15. März 2019 um 9:55

UrneDie Antwort auf diese Frage wird viele erstaunen: Es gibt keine Eile! Für die Beerdigung eines Menschen im Sarg, da schreiben die Landesbestattungsgesetze genau vor, wie viel Zeit man hat. Im Durchschnitt werden Verstorbene in Deutschland etwa binnen einer Woche bestattet.

Bessere Planung

Anders sieht das bei einer Urnenbeisetzung aus. Hier gilt der Körper als vergangen, wenn die Einäscherung erfolgt ist. Übrig bleiben nur die nicht verbrennbaren mineralischen Bestandteile des Körpers, von denen keinerlei hygienische Beeinträchtigungen ausgehen, die für die schnelle Bestattung von Särgen als Begründung dient.
Man hat also Zeit. Dadurch kann man die Urnenbeisetzung oftmals viel besser planen, kann Angehörigen, auch wenn sie weit weg wohnen, genügend Zeit geben, in Ruhe anzureisen und man kann viele Entscheidungen im Kreise der Familie viel besser überdenken. Oftmals hat man das Problem, dass Angehörige noch in Urlaub sind und ein Rückflug vor der ursprünglich geplanten Zeit mit enorm hohen Kosten verbunden wäre. Manchmal stehen Familienangehörige vor anderen wichtigen Termin, etwa einem Umzug oder wichtigen beruflichen Terminen, und könnten nur schwer an einer baldigen Beisetzung teilnehmen.

Nicht alle Entscheidungen müssen sofort getroffen werden

Hier ist die Urnenbeisetzung eine sehr flexible Lösung. Natürlich kann man eine solche Beisetzung nicht beliebig hinauszögern, aber sogar mehrere Wochen sollten kein Problem sein. Nicht alle Entscheidungen müssen daher sofort getroffen werden. Trotzdem sollte zeitnah gehandelt werden, da der Beisetzungsakt einen wesentlichen Meilenstein in der emotionalen Bewältigung der Trauer darstellt.
Es ist ja so, dass sich die meisten Menschen bei Bestattungen gar nicht auskennen. Da wird unsere Hilfe und Erfahrung umso bedeutsamer. Die meisten Menschen lassen sich von uns beraten und folgen dann unseren Empfehlungen, die sich an ihren Wünschen orientieren. Das ist auch richtig und gut so, aber man befindet sich in der bedrückendsten Phase der Trauer und würde vielleicht das eine oder andere dann doch anders entschieden haben.

Ein wichtiger Zeitgewinn

Durch den Zeitgewinn, den eine Urnenbeisetzung mit sich bringt, kann man gut eine Woche Abstand gewinnen, um beispielsweise die Fragen nach der Art des Grabes, des Blumenschmucks, der Dekoration und der Musik bei der Trauerfeier ganz in Ruhe zu klären. In einem solchen Fall haben Sie auch bei der Sargauswahl viel mehr Spielraum. Für eine Einäscherung ohne Trauerfeier mit dem Sarg muss es nicht das teuerste Modell sein. Wir beraten Sie gerne über zweckmäßige und nicht ganz so teure Sargmodelle. Das spart Geld und schont die Nerven.

Dafür macht man dann beispielsweise 14 Tage später eine Trauerfeier mit der Urne. Statt des Sarges steht dann die Urne vorne in der Kapelle und anschließend wird diese von allen Trauergästen zum Grab begleitet. Alles in allem ist es eine sehr flexible und zeitgemäße Art der Bestattung, sich für eine Urnentrauerfeier zu entscheiden.

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