Handstrauß

Zuletzt aktualisiert am 8. Dezember 2020 um 16:31

Ein Handstrauß ist ein letzter Gruß, der von Trauergästen zur Trauerfeier mitgebracht und an Sarg oder Urne abgelegt wird. Wer eine nähere oder persönliche Beziehung zu der verstorbenen Person hatte, kann einen solchen Strauß auch sanft in das offene Grab, auf die Urne oder den Sarg legen beziehungsweise werfen.

Anders als ein flacherer und auch größerer Liegestrauß, der sich von der Form her großflächig auf dem Sarg oder an der Urne platzieren lässt und der meist von den Angehörigen ausgesucht wird, eignet sich ein Handstrauß als persönliche letzte Abschiedsgeste.

Dabei ist der Handstrauß ein informeller kleiner Blumengruß. Er ist daher auch eine Alternative zu einer einzelnen mitgebrachten Blume als letzter Gruß an Sarg oder Urne. Ein Handstrauß muss aber kein Wurfstrauß sein und Sie können ihn auch diskret nach der Trauerfeier am Grab ablegen. 

Eher etwas kleiner als allzu opulent auswählen

Feste Regeln für die Zusammensetzung von Handsträußen gibt es nicht. Das gilt sowohl für die zu einem Strauß arrangierten Blumensorten, als auch für die Größe und die Bindung etwa mit einer Schleife. Meist ist ein solcher Strauß eher eine persönliche Geste, fällt entsprechend kleiner aus als zum Beispiel ein Trauergebinde und wird von den Trauergästen selbst mitgebracht.

Entsprechend individuell lässt sich ein Handstrauß nach Farbe und Blumensorte zusammenstellen. Bestimmte Vorgaben oder gesellschaftliche Regeln, welche Blumensorten in einen Handstrauß gehören, gibt es heute kaum noch. Wenn man den Verstorbenen näher kannte, macht es Sinn, den Strauß nach dessen persönlichen Vorlieben auszusuchen. Oder Sie verlassen sich auf Ihren eigenen Geschmack und Ihre Vorlieben für bestimmte Blumen.

Gerne wird Sie, falls Sie unsicher sind, der Florist dazu beraten und auf Wunsch eine passende Schleife um den Strauß binden. Tipp: Allzu opulent sollte der Handstrauß nicht ausfallen, denn er ist eher als kleine persönliche Geste zu verstehen denn als repräsentativer Blumengruß.

Blumen für den Handstrauß: von Veilchen und Vergissmeinnicht bis zu Moosröschen und Nelken

Bei den Blumen und Farben für einen individuellen Handstrauß zur Trauerfeier haben Sie im Grunde genommen freie Wahl. Die klassischen großen Trauerblumen wie Calla und Lilien oder auch Gerbera eignen sich vielleicht besser für einen größeren Trauerstrauß oder ein Gebinde. Sie lassen sich aber natürlich auch zu einem Handstrauß binden, wenn Sie dies wünschen. Dabei wird der Florist darauf achten, nicht zu viele dieser großen repräsentativen Blumen zu einem Strauß zu binden und die Stängel ein wenig zu kürzen.

Ideale Blumen für die persönliche, eher intime Geste des liebevollen Abschiednehmens mit einem Handstrauß sind kleinere Blumen wie Vergissmeinnicht, kleine Nelken und Moosröschen. Dabei lassen sich die Farben der jeweiligen Blumensorten harmonisch miteinander kombinieren. So passt das Blau von Vergissmeinnicht oder Veilchen als Zeichen der Erinnerung sehr schön zu rosa Moosröschen oder kleinen weißen Nelken in Verbindung mit Schleierkraut. Aber letztendlich können Sie sich bei einem Handstrauß immer für die Blumen Ihrer Wahl entscheiden. Denn die persönliche Geste des Abschieds ist dabei das Wichtigste.

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