Bestattungsfrist bei Feuerbestattung

Zuletzt aktualisiert am 17. Juli 2018 um 10:12

In Deutschland muss die Bestattung eines Verstorbenen innerhalb einer bestimmten Frist erfolgen. Das gilt sowohl für die Beisetzung im Sarg als auch für die Einäscherung. Dennoch ist die Antwort auf die Frage nach der Bestattungsfrist bei Feuerbestattung durchaus erstaunlich: Es gibt keine Eile!

Wichtigster Unterschied: Erd- oder Feuerbestattung

Für die Beerdigung eines Menschen im Sarg schreiben die Landesbestattungsgesetze genau vor, wieviel Zeit man hat. Im Durchschnitt werden Verstorbene in Deutschland etwa binnen einer Woche bestattet. Anders sieht das bei einer Urnenbeisetzung aus. Hier gilt der Körper als vergangen, wenn die Einäscherung erfolgt ist. Übrig bleiben nur die nicht verbrennbaren mineralischen Bestandteile des Körpers, von denen keinerlei hygienische Beeinträchtigungen ausgehen, die für die schnelle Bestattung von Särgen als Begründung dient.
Mehr über die Bestattungsarten erfahren Sie auch unter diesem Link.

Vorteile der Feuerbestattung

In diesem Fall gilt: Man hat Zeit. Dadurch ergeben sich viele Vorteile. Zum einen kann die Urnenbeisetzung oftmals viel besser geplant werden. Somit wird auch den Angehörigen – wenn sie weit weg wohnen – genügend Zeit gegeben, entspannt/er anzureisen. Zudem ist es möglich, viele Entscheidungen im Kreise der Familie in Ruhe zu überdenken.
Oftmals gibt es das Problem, dass Angehörige im Urlaub sind und ein vorzeitiger Rückflug mit enorm hohen Kosten verbunden wäre. Schließlich stehen Familienangehörige auch vor anderen wichtigen (beruflichen) Terminen oder etwa vor einem Umzug. Auch aus diesen Gründen könnten sie nur schwer an einer baldigen Beisetzung teilnehmen.

Bedenken Sie die „emotionale Frist“

Eine Urnenbeisetzung ist also eine sehr flexible Lösung. Dennoch sollte man eine solche Beisetzung nicht beliebig hinauszögern. Auch wenn sogar mehrere Wochen kein Problem sein sollten und daher nicht alle Entscheidungen sofort getroffen werden müssen. Bedenken Sie trotzdem, dass die Beisetzung einen wesentlichen Meilenstein in der emotionalen Bewältigung der Trauer darstellt. Aus diesem Grund sollte diese doch zeitnah, in einem absehbaren Zeitraum stattfinden, um mit dem Todesfall abschließen und mit der Trauerbewältigung beginnen zu können.

Unterstützung in dieser schwierigen Phase

Die meisten Menschen verlassen sich auf die Beratung durch den Bestatter. Im akuten Todesfall ist unsere Unterstützung und Erfahrung umso bedeutsamer. Somit lassen sich viele Angehörige von uns beraten und folgen dann unseren Empfehlungen, die sich an ihren Wünschen orientieren. Dennoch gibt es vielleicht das eine oder andere dann doch, was man gerne anders entschieden hätte ….

Zeitgewinn durch längere Bestattungsfrist

Im Falle einer Urnenbeisetzung und der damit verbundenen längeren Bestattungsfrist „gewinnt“ man gut eine Woche. Auf diese Weise erhalten Sie die Möglichkeit, mit etwas Abstand und in Ruhe noch einmal die Fragen nach Grabart, Blumenschmuck, Dekoration und Musik für die Trauerfeier zu klären. Zudem haben Sie bei einer Feuerbestattung auch bei der Sargauswahl mehr Spielraum. Denn für eine Trauerfeier mit Urne, also ohne Sarg, muss es ja nicht unbedingt das teuerste Modell sein. Wir beraten Sie gerne über zweckmäßige und nicht ganz so teure Sargmodelle. Das spart Geld und schont die Nerven. Außerdem haben Sie mit dieser Variante die Möglichkeit, die Trauerfeier erst 14 Tage später mit Urne abzuhalten. Statt des Sarges steht dann die geschmückte und dekorierte Urne vorne in der Trauerhalle, welche im Anschluss von allen Trauergästen ebenfalls zum Grab begleitet werden kann.

Beerdigungsinstitut de Schutter: Seit einem Jahrhundert Zeit für Menschen

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