Kränze und Blumen – Was muss sein? Was darf sein?

Zuletzt aktualisiert am 1. August 2018 um 11:39

Ein klassischer Blumenschmuck: Trauerkranz mit Schleife. Doch Kränze zur Beerdigung sind keine Verpflichtung. Mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag.

Ein klassischer Blumenschmuck: Trauerkranz mit Schleife. Doch Kränze zur Beerdigung sind keine Verpflichtung.

Kränze zur Beerdigung – der historische Hintergrund

Wenn man an Beerdigungen denkt, denkt man an Kränze mit Schleifen, das Sargdeckelgesteck und Blumenschalen.
Der große Kranz mit einer Schleife, auf der man namentlich dem Verstorbenen einen letzten Gruß mit auf den Weg gibt, ist der Klassiker schlechthin. Der Kranz hat auch heute noch seine Daseinsberechtigung und gehört zur Friedhofs- und Beerdigungskultur.
Auch das Sarggesteck ist ein Klassiker. Es bedeckt das Oberteil des Sarges mehr oder weniger und dient aus historischer Sicht unter anderem dazu, den Anblick des kahlen Holzsarges durch den Blumenschmuck etwas erträglicher zu machen.

Beliebte Alternative: Dauerhafte Pflanzen für das Grab

Schalen mit Gestecken und dauerhaften Pflanzen sind ebenfalls sehr beliebt. Bei der Auswahl der Pflanzen wird zumeist darauf geachtet, dass zumindest einige davon auch lange nach der Trauerfeier und Beisetzung noch für die Bepflanzung des Grabes verwendet werden können.

Dezent statt üppig: Einzelne Rosen, Blütenblätter oder Kerzen

Doch, obwohl das alles Klassiker sind, gibt es keinerlei Verpflichtungen, diese Elemente auch zu nutzen.
Manchmal ist eine einzelne Rose oder Sonnenblume auf dem Sargdeckel wesentlich ausdrucksstärker als ein üppiges Gesteck.
Möglicherweise haben der Verstorbene oder die Angehörigen auch den Wunsch geäußert, auf üppigen Blumenschmuck zu verzichten. Dann bieten sich zurückgenommene Gestaltungselemente, wie Blütenblätter, Grün, Kerzen und Tücher an, um eine entsprechende dekorative Wirkung zu erzielen. Wir können Sie bei diesen Fragen umfassend beraten.

Für Kränze und Sarggestecke haben wir noch zwei wertvolle Tipps für Sie

  1. Bei Urnenbeisetzungen hat man es oft mit sehr kleinen Gräbern zu tun. Man weiß gar nicht, wo man umfangreichen Blumenschmuck unterbringen soll. Weisen Sie die Trauergäste schon in den Trauerkarten darauf hin, möglichst auf Blumenspenden zu verzichten. Stattdessen geben die Trauergäste dann gerne eine Geldspende für die Grabpflege. Man kann auch anstelle von nicht benötigtem oder nicht erwünschtem Blumenschmuck eine Spende auf das Konto einer wohltätigen Organisation erbitten.
  2. In vielen Gemeinden ist es üblich, das Sarggesteck mit dem Sarg ins Grab hinabzulassen. Sarggestecke sind aber in der Regel nicht preiswert, sodass viele Leute es als schade empfinden, wenn die schönen Blumen nach der kurzen Trauerfeier im Erdreich verschwinden. Wenn Sie das wünschen, können wir veranlassen, das Gesteck kurz vor dem Ablassen des Sarges abzunehmen und beiseite zu legen. Es kann dann nach dem Schließen des Grabes noch für Wochen als erster Grabschmuck dienen.

Blumen zur anonymen Bestattung sind ebenfalls möglich

Übrigens: Bei anonymen Bestattungen gibt es zwar kein individuelles Grab, aber selbstverständlich können Sie auch bei anonymen Gräbern Blumen ablegen – in diesem Fall an einer dafür vorgesehenen zentralen Stelle.

Fazit: Kränze zur Beerdigung sind keine Pflicht

Wie dem auch sei, Sie sind völlig frei in der Auswahl und Gestaltung des Blumenschmucks. Sie müssen sich keinesfalls an die klassischen Formen halten. Alles, was Sie sich vorstellen können, kann und darf Ihnen der Gärtner auch machen. Und natürlich ist es absolut in Ordnung, wenn Sie selbst Gestecke oder ähnliches anfertigen.
Sprechen Sie mit uns, wir helfen Ihnen gerne, die richtige Entscheidung zu treffen. Wir freuen uns auf Ihren Anruf: 0631 371150