Todesanzeigen

Zuletzt aktualisiert am 20. Januar 2021 um 16:18

Die meisten Menschen kennen sie aus der Zeitung: Todesanzeigen. Doch welcher Sinn wird mit Todesanzeigen eigentlich verbunden? Und worauf ist zu achten, um mit der Todesanzeige auch tatsächlich die richtigen Menschen zu erreichen?

Aufbau Traueranzeigen

Grundsätzlich wird in Todesanzeigen der Name des Verstorbenen erwähnt; oft ergänzt um Geburts- und Todestag. Mit einem würdevollen Zitat wird die Anzeige um eine gewisse Stimmung ergänzt…

Auch der Ort und der Zeitpunkt der Trauerfeier wird hier aufgeführt. Im Abschluss werden meist die Namen der engsten Angehörigen aufgelistet. Gerne werden zum Text zudem künstlerische oder religiöse Motive und Grafiken gestellt. Die gesamte Annonce wird somit in kurzer Form abgefasst und sollte alles Wesentliche beinhalten, um die Nachricht vom Tode eines Menschen zu verbreiten und über Ort und Termin der Trauerfeier zu informieren. 

An wen richten sich Todesanzeigen?

In einer solchen Trauerannonce haben sicherlich auch die Hinterbliebenen die Möglichkeit, sich in schriftlicher Form von einem Verstorbenen zu verabschieden. Im Vordergrund steht aber die Information. Und der Anspruch möglichst viele – und die richtigen – Personen über den Tod eines Menschen zu benachrichtigen.

Aber wer sind „die richtigen Personen“? In der Regel sind es Bekannte, Kollegen, entfernt Verwandte und mittlerweile entfernt wohnende Freunde. Eine Leserschaft also, die nicht individuell vom Tode eines Weggefährten verständigt wird. Etwa, weil das für die Hinterbliebenen zu aufwendig ist. Oder aber, weil einst bestehende Kontakte nicht mehr existieren.

Wo werden Todesanzeigen aufgegeben?

In welcher Zeitung die Annonce veröffentlicht wird, ist abermals stark davon abhängig, für wen sie eigentlich gedacht ist. Handelt es sich bei den Lesern um Personen, die im nahen Umkreis wohnen, so kann eine regionale Tages- oder Wochenzeitung durchaus effizient arbeiten. In unserem Fall ist es meist die Rheinpfalz.

Sollen aber auch in der Ferne lebende Bekannte vom Tode eines Menschen unterrichtet werden, so wäre eine überregionale Zeitung sicherlich die bessere Option. Das ist heutzutage aber eher ein Ausnahmefall, etwa bei Prominenten.

Starken Zuwachs verzeichnen seit Jahren sogenannte „Gedenkseiten“, die auch wir in unserem Trauerportal anbieten. Einen kurzen Film dazu finden sie am Ende dieses Beitrags und hier.

Übersicht Gedenkseite

Wann wird die Todesanzeige veröffentlicht?

Wer die Annonce aufgeben möchte, kann das grundsätzlich zu zwei Zeitpunkten tun. Einerseits handelt es sich um die wenigen Tage, die direkt auf den Tod des Verstorbenen folgen. Andererseits ist es aber ebenso möglich, die Anzeige erst nach dessen Beisetzung zu veröffentlichen. Natürlich kann im erstgenannten Falle den Lesern auch der Ort und der Termin der Beisetzung genannt werden, um auf diese Weise eine Einladung auszusprechen. Nur in seltenen Fällen schalten die Angehörigen die Annonce dagegen deutlich nach dem Tod.

Ist die Todesanzeige eine Einladung zur Beerdigung?

Da es oft üblich ist, in der Annonce den Ort und den Zeitpunkt der Beisetzung zu erwähnen, wird dieses Vorgehen zuweilen als Einladung zur Trauerfeier verstanden. In der Regel ist es für die Angehörigen somit in Ordnung, wenn frühere Freunde oder Kollegen am Grab erscheinen oder sogar der gesamten Zeremonie beiwohnen.

Wer darauf verzichten möchte, sollte in der Anzeige die Benennung von Ort und Termin gänzlich vermeiden. Ebenso ist dort der taktvoll formulierte Zusatz sinnvoll, dass die Feier nur für die engsten Hinterbliebenen gedacht ist.

Todesanzeigen, Trauerdrucksachen oder Gedenkseiten?

Todesanzeigen in der Tageszeitung sind eher rückläufig. Trauerdrucksachen, allen voran Trauerkarten, sind eine gute Alternative, die „richtigen Menschen“ zu erreichen – einfach durch persönliches Adressieren. Und ab geht die Post…

Wachsender Beliebtheit erfreuen sich auch Gedenkseiten. Hier zeigen wir in einem kurzer Video, wie die funktionieren

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