Bestattung, Beerdigung, Beisetzung – wo liegt der Unterschied?

Zuletzt aktualisiert am 15. März 2019 um 10:11

Im Alltag werden die Begriffe Bestattung, Beerdigung oder Beisetzung oft synonym verwendet. Für viele ist es ein und das selbe. Zum Teil überschneiden sie sich tatsächlich in ihrer Bedeutung – aber eben nur zum Teil. Der Unterschied definiert sich in der Frage, wie allgemein umfassend der jeweilige Begriff ist oder wie sehr er sich auf einen konkreten Aspekt beschränkt.

Bestattung, Beerdigung, Beisetzung – wo liegt der Unterschied?

Bestattung

Der Begriff Bestattung war schon im Mittelhochdeutschen bekannt und bedeutet soviel wie „etwas an seine Statt bringen“. Er ist weiter gefasst als die beiden anderen Ausdrücke und schließt alles ein, was zu unserer Arbeit als Bestatter gehört: von der Abholung des Verstorbenen über die Aufbahrung und Trauerfeier bis hin zur Verbringung der sterblichen Überreste an ihre letzte Ruhestätte. Ob es sich um eine Erd-, Feuer- oder Seebestattung handelt, spielt an dieser Stelle keine Rolle.

Wir nutzen heute den Begriff „Bestattung“ für den gesamten Prozess rund um einen Todesfall. Das beinhaltet Überführungen und Versorgung des Verstorbenen ebenso wie die Beratung und Betreuung der Angehörigen sowie die Organisation und Durchführung der Trauerfeier.

Beisetzung

Unter der Grundbedeutung „eine Sache neben eine andere setzen“ fand der Begriff nachweislich schon im 15. Jahrhundert Verwendung. Wörtlich genommen beschreibt er das Einsetzen eines Sarges oder einer Urne in die Erde, wo die Gräber ja meist dicht aneinandergereiht sind. Als Bestatter verstehen wir unter einer Beisetzung immer den konkreten Vorgang des Einbringens der sterblichen Überreste eines Menschen an seinen letzten Ort. Egal ob in ein Grab, eine Urnenwand oder welche letzte Ruhestätte auch immer gewählt wurde. So gesehen müsste die „Seebestattung“ korrekterweise „Seebeisetzung“ heißen.

Beerdigung

Dieser Begriff ist von den dreien der am engsten gefasste. Er leitet sich aus der Bestattungsform ab, wie sie in den drei großen Weltreligionen seit Jahrtausenden Tradition und Gesetz ist. Bei Juden, Christen und Moslems wird der Leichnam eines Verstorbenen bewusst der Erde anvertraut, von der er laut Schöpfungsgeschichte einst genommen wurde (er wird „beerdigt“). Dort harrt er seiner Auferstehung am jüngsten Tage. Das Wort Beerdigung wird deshalb ausschließlich für das Begraben eines Leichnams und vorwiegend dann gebraucht, wenn das Begräbnis in einem religiösen Kontext stattfindet. Selbstverständlich können auch Urnen in einem Erdgrab „beerdigt“ werden.

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